100 Erlesene Objekte

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Annaberger Steinzeugkrug

Dippoldiswalde, um 1690, gedrungene Form, zylindrisch und leicht konisch eingezogener Lippenrand, von Gurtfurchen eingeschnürte flache Wülste auf Rand- und Fußzone, Bandhenkel, konischer Standring, oxydierter Sinterbrand, braun-schwarz/braun engobiert und salzglasiert, umlaufender rapportierender Reliefdekor, Blattfriese auf Wülsten, geschupptes Mittelband, Emaillefarben in Rot, Blau, Gelb und Weiß, rot-weiße und blau-weiße Spiralbänder, originaler Zinndeckel mit Medaillon, zechende Jäger und Umschrift NIMI.VS.LVSVS.PECVNIAE.ABVSV sowie Signum AAN 1695, Deckelinnenseite dreifach gepunzt mit Stadtmarke Naumburg (Schlüssel und Schwert gekreuzt), Meistermarke CL über Vogel mit Zweig im Schnabel, Henkel mit breitem Zinnband, drei schmale Zinnbänder in den Gurtfurchen, Reste alter Vergoldung, sonst sehr guter Zustand, H 18,5 cm. Provenienz: aus Plauener Privatsammlung.

Katalog-Nr.: 3000
Limit: 2400,00 €, Zuschlag: 2400,00 €

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Bronzeplastik Steigendes Pferd

Italien, wohl frühes 17. Jh., aus der Werkstatt von Francesco Fanelli, unsigniert, Bronze dunkelbraun patiniert, naturalistisch gearbeitete, elegant dynamische Tierplastik eines steigenden Pferdes mit wehender Mähne, der flache Sockel aus Travertin später ergänzt, Patina partiell berieben, L 15,5 cm, H gesamt 17,5 cm. Künstlerinfo: italienischer Bildhauer (1590-1653?), geboren in Florenz erhielt er seine Ausbildung vermutlich in der Werkstatt Giambolognas, mit dem er zumindest bekannt war, später dann bei Pietro Francavilla und Pietro Tacca, bis 1609 in Genua tätig, danach Übersiedlung nach London, für Charles I. von England fertigte er einen Brunnen für den Hampton Court Palace sowie 1640 eine Büste des jungen Charles II. Prince of Wales, die sich heute in der Abtei von Welbeck befindet, besonders beliebt schienen seine kleinformatigen Pferdedarstellungen zu sein, die sich sowohl im Besitz des Königs, als auch des Adligen William Cavendish, erster Duke von Newcastle befanden, Quelle: Benezit und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3003
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 1200,00 €

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Jan Lievens oder Nachfolge, Auferweckung des Lazarus

biblische Darstellung der wundersamen Auferweckung des Lazarus´ von Betanien von den Toten, hierzu berichtet das Johannesevangelium der Bibel, dass Lazarus mit seinen Schwestern Martha und Maria enge Freunde von Jesus gewesen seien, während einer Abwesenheit Jesu von Bethanien verstarb Lazarus jedoch und war bereits vier Tage begraben, als Jesus am Grab des Freundes eintraf, die folgende - im Bild festgehaltene - Begebenheit schildert das Johannesevangelium wie folgt (Joh.: 11,41-44) "... Da nahmen sie den Stein [vom Grab] weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach [zu Gott]: "Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herumsteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast." Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: "Lazarus, komm heraus!" Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. ...", Lievens schildert die biblische Erzählung in geradezu expressiver Weise als ein dramatisches Ereignis voll Mystik und Schauer und entführt den Betrachter in eine dunkle Grabeshöhle, mit geöffnetem Sarkophag, tief im Erdboden, nur spärliches Licht liegt in der Szene, Jesus steht mit Nimbus und zum Himmel gerichtetem Blick betend am Grab, während ein dunkelhäutiger Diener ein überdimensioniertes weißes Leichentuch aus dem Grab zu ziehen scheint, aus dem sich unheimlich zwei Hände gen Jesu erheben und Lazarus´ Erweckung symbolisieren, hinter dem Diener sind zwei weitere Gestalten klar und deutlich erkennbar, ganz links am Bildrand zeigt der Maler einen alten Juden, ungläubig staunend, mit weit geöffneten Augen, neben ihm scheint eine der Schwestern des Lazarus, als bekennende Jüngerin Christi, in inniges Gebet versunken, alle anderen Figuren der Komposition bleiben schemenhaft im Hintergrund angedeutet, effektvoll betont der Künstler das Grabtuch, welches das Gemälde kaltweiß leuchtend vor der allgemeinen Finsternis dominiert, Lievens hält so gekonnt dem Betrachter des Gemäldes die Botschaft "Memento Mori" vor Augen, er komponiert die Darstellung geschickt, indem Jesus, Lazarus und das Leichentuch ein Dreieck bilden und symbolisiert damit Glauben, Tod und Auferstehung als Verheißung christlichen Lebens, das vorliegende Motiv scheint Lievens um 1630 - unter dem direkten Einfluss Rembrandts in ihrer gemeinsamen Werkstatt - mehrfach und auch spiegelverkehrt gemalt zu haben, so wird ein 107 x 114 cm großes Leinwandgemälde aus dem Jahre 1631 mit großer Ähnlichkeit zur vorliegenden Szene im Art Gallery and Museum Brighton/Großbritannien verwahrt, im Unterschied zu diesem Gemälde und zur kurz darauf erschienenen seitenrichtigen Radierung von der Hand Lievens wurde bei unserem Gemälde ein deutlicher hochrechteckiges Format gewählt (ähnlich wie beim Nachstich um 1650 von Jacob Louy, verlegt bei Clement de Jonghe), darüber hinaus sind rechts und links neben Jesus deutlich - wohl lediglich in der Unterzeichnung ausgeführte - Figuren zu erkennen, die bei allen anderen Versionen völlig fehlen, möglicherweise könnte es sich hier um eine Vorstudie Lievens handeln, dünn lasierende religiöse Genremalerei, Öl auf Holzplatte, unsigniert, rückseitig alte Restaurierungsnotiz eines Dessauer Kunstmalers und Restaurators "Restauriert 1924 14/5. H. [Heinrich] Schmidt-Rom - Dessau Askanischestr. 38", Malgrund leicht verzogen, gerahmt, altes Rahmenschild mit irrtümlicher Zuschreibung "Govert Flinck", Falzmaße ca. 40,5 x 26 cm. Künstlerinfo: auch Lievens de Oude, Livius Johanis le Vieux oder Johannis Livens, Lievens, Lieversz, Lieverszoon, Lyrins, oder Leyrens, niederländischer Maler, Zeichner und Radierer (1607 Leiden bis 1674 Amsterdam), 1616-18 Schüler von Joris van Schooten, 1618-20 Schüler von Pieter Lastman in Amsterdam, hier Bekanntschaft mit seinem Mitschüler Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606 Leiden bis 1669 Amsterdam), beeinflusst von Peter Paul Rubens (1577-1640) und Anthonis van Dyck (1599-1641), 1621 Rückkehr nach Leiden, unterhielt 1625-32 zusammen mit Rembrandt eine Werkstatt - beide Künstler beeinflussten sich gegenseitig förderlich, 1632-35 für König Karl I. in England tätig, 1635 Übersiedlung nach Antwerpen, hier 1635 Mitglied der St. Lukasgilde, 1644 Übersiedlung nach Amsterdam, zeitweise in Den Haag im Huis ten Bosch und im Schloss Oranienburg bei Berlin tätig, 1655 Rückkehr nach Amsterdam, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Wurzbach "Niederländisches Künstlerlexikon" und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3005
Limit: 1800,00 €, Zuschlag: 1800,00 €

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Kurfürstenbibel in prächtigem Einband

Biblia, das ist: die ganze heilige Schrift altes und neues Testaments verdeutlicht von Herrn Dr. Martin Luther: und auf gnädigste Verordnung des durchlauchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Ernsts, Herzogen zu Sachsen, Jülich, Cleve und Berg [...], Nürnberg in Verlegung der Johann Andrea Endterischen Handlung 1768, gestochen von Johann C. Claußner, Vorrede von Ernst Salomon Cyprian, mit ganzseitigen Kupferstichen und kleineren Textverzierungen, gestochenes Titelblatt, zwölf ganzseitige gestochene Portraits, sechs doppelblattgroße Karten und Pläne sowie 30 Kupfertafeln mit Zwischentiteln (2 davon doppelblattgroß), Kurfürstenbibel mit Portraits der elf Kurfürsten und das Luther-Portrait, die vier Propheten und vier Evangelisten, vier Karten des Mittelmeerraums und Palästinas sowie zwei Pläne von Jerusalem, biblische Szenen sowie Arche Noah, Stiftshütte und die Versammlung der Augsburger Konfession, Kollation: 74 Blatt, 740/512/480 Seiten, 8 Blatt, starker lederbezogener Holzdeckel mit Prachtprägung, sieben Bünde am Rücken, punzierter Goldschnitt mit Krone, Einband berieben, Gelenke und Kapitale etwas lädiert, Lederschließen fehlen, insgesamt gutes sauberes Exemplar in einem imposanten Einband der Zeit.

Katalog-Nr.: 3006
Limit: 1800,00 €, Zuschlag: 2000,00 €

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Münzbecher Berlin um 1770

Meister Martin-Friedrich Müller (1706-1780), Silber gepunzt, Stadtmarke, Meistermarke und Tremolierstrich, Fußbecher mit fein gravierter, vergoldeter Wandung im Rokokostil, Wandung mit zwölf eingesetzten Münzen: 3 x 4 Mariengroschen Wolfenbüttel um 1730, 2 x 4 Mariengroschen Braunschweig 1705 und 1714, 4 Mariengroschen Braunschweig-Calenberg-Hannover 1708, 5 x 6 Mariengroschen Braunschweig-Calenberg-Hannover 1694, 1694, 1694, 1698, 1713 und 1 x 6 Mariengroschen Wolfenbüttel 1704, H 9,3 cm, G ca. 128 g. Quelle: Scheffer Berlin No. 600.

Katalog-Nr.: 3012
Limit: 1900,00 €, Zuschlag: 1900,00 €

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Victor Georg von Sillig, Schlacht bei Landshut 1809

im Zuge des fünften Koalitionskrieges zwischen Österreich und Frankreich kam es am 16. und 21. April zu Gefechten, die als "Schlacht bei Landshut" in die Geschichte eingingen, in welcher die österreichische Armee schwere Verluste hinnehmen musste und den Rückzug antrat, die Darstellung zeigt eine dramatische Kampfszene um eine hölzerne Isarbrücke, rückseitig findet sich auf der Leinwand ein umfangreicher Text zur Szene "Erzherzog Karl schickte den von Abensbeng [sic. - meint "Abensberg"] vordringenden Bayern und Franzosen zwei Batalione des 31ten Illyrischen Infanterie Regiments - v. Benlowsky - und die Hussaren Regimenter No. 7 - Joh. Fürst Lichtenstein - und No. 8 - Frh. v. Kienmayer - entgegen, flüchteten aber zurückgedrængt in die Vorstadt zurück, da befahl der Erzherzog die zweite Brücke über die Isar anzuzünden, doch das Bayrische Chevauxlegers Regiment No. 1 - Kronprinz -, voran der Wachtmeister Rösler, stürmte ueber die brennende Brücke nach Landshuth hinein, am 21. April 1809, morgens 9 Uhr", hier auch signiert, ortsbezeichnet und datiert "Victor Sillig px. München 1846", bereits 1845 vermerkt das Künstlerlexikon Nagler "... Sillig besitzt auch wirklich bedeutendes Talent zur Composition, namentlich von Schlachten und kleineren militärischen Scenen, ...", das Gemälde gehört zu den wenigen Ölbildern des eigenwilligen Malers, von dem das Monogrammlexikon Nagler 1863 berichtet "... hatte grosses Talent zur Auffassung militärischer Scenen, seine Compositionen blieben aber in Zeichnungen und Aquarellen. In letzteren erreichte er grosse Kraft der Farbe, seine Mühe wurde aber in der Regel schlecht belohnt, sowie ihm denn überhaupt eine übergrosse Portion Eigenheiten an seinem Glücke hinderlich war. Sillig hielt sich viele Jahre in München auf, und da radirte er auch eine Anzahl von schönen Blättern militärischen Inhalts. ... Einige Blätter [Radierungen] kommen nur in ein paar Probedrücken [sic.] vor, indem er die Platten zu weiterem Gebrauche abschleifen liess oder zurücklegte, wenn er keinen Käufer fand. Der arme Sillig hatte zuletzt in München mit Noth zu kämpfen, ... Seine Arbeiten verdienen aber volle Beachtung. In ihm ging ein schönes Talent unter.", detailreiche, fein lasierende Historienmalerei, Öl auf Leinwand, rechts unten (auf Balken) unscheinbar signiert und abweichend datiert "Vr. Sillig 1847", etwas Craquelure, farbrunzelig, geschlossene Fehlstelle in der Leinwand, restauriert, original in ca. 8,5 cm breiter Berliner Leiste gerahmt, Falzmaße ca. 55 x 80 cm. Künstlerinfo: eigentlich Victor Georg von Sillig, dt. Schlachtenmaler, Zeichner und Radierer (1806 Dresden bis nach 1870), ab ca. 1830 tätig in München, ab 1832 Studium an der Münchner Akademie, autodidaktische Weiterbildung, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Nagler, Boetticher und Matrikel der Münchner Akademie.

Katalog-Nr.: 3016
Limit: 2800,00 €, Zuschlag: 5500,00 €

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Spiegelteleskop nach Gregory

2. Hälfte 18. Jh., ungemarkt, "als sogenanntes Gregory-Teleskop sammelt bei diesem Teleskop nicht eine Linse, sondern ein Konkavspiegel das Licht. Damit das Okular nun aber nicht am oberen Ende des Teleskops angebracht werden muss, lenkt ein zweiter, kurz nach der Lichteintrittsöffnung montierter kleiner Konkavspiegel das reflektierte Licht zurück. Es fällt schließlich durch eine Bohrung im Hauptspiegel in das Okular. Der Fangspiegel ist an einer Stange befestigt, die sich ihrer Länge nach verschieben lässt. Damit lässt sich das Bild fokussieren.", originales Messingstativ auf dreibeinigem, klappbarem Fuß, Abdeckkappe vorne fehlt, funktionstüchtig, H 37 cm, L Tubus 45 cm. Quelle: Deutsches Museum München, Inv.-Nr. 627.

Katalog-Nr.: 3019
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 1200,00 €

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Gustave Moreau, attr., Studie zu "La fée aux griffons"

Moreaus malerisches Interesse galt vor allem antiken, mystischen, biblischen oder phantastischen Darstellungen, die er nicht selten kombinierte, die jeweiligen Geschichten waren für den Künstler Mittel zur Verbildlichung von Gefühlswelten, Gedanken und Erfahrungen, Moreau thematisierte so nicht selten sein eigenes, von Ängsten und Depressionen - aber auch glücklichen Phasen geprägtes Leben, vorliegendes Motiv "La fée aux griffons [dt.: Die Greifenfee]" schuf Moreau um 1876, es zeigt eine nahezu nackte junge Frau an einem Weiher vor einer dunklen Grotte, ihr Kopfschmuck und die Garben in ihrer linken Hand lassen sie als Ceres - Göttin der Fruchtbarkeit - erscheinen, sie lehnt scheinbar entspannt an einer mächtigen Säule, auf der eine geflügelte Urne thront und wird von zwei unheimlichen Greifen bewacht, erst auf den zweiten Blick wird man der Schlange gewahr, die sich aus dem Schoß der unnahbaren Schönheit windet, der Künstler spielt hier wohl auch auf die mystische Sage von den Thrien - jenen jungfräulichen Bergnymphen - an, die der Kunst der Weissagung mittels kleiner Kieselsteine, welche sie in eine Urne warfen, mächtig waren, diesen Nymphen wurde jedoch auch Falschheit und Bestechlichkeit nachgesagt, in ihrer geradezu symbolistisch leuchtenden Schönheit zeigt Moreau eine Szene voll geheimnisvollem Verlangen und subtiler Gefahr und verdeutlicht seine eigene Einstellung zur Weiblichkeit, lediglich die symbolische Barriere der Szene zum Betrachter - durch den See - lässt diesen die jenseitige Szene gefahrlos schauernd betrachten, möglicherweise handelt es sich bei der vorliegenden dunkeltonig-emailartig festgehaltenen, mit flottem Pinselduktus und schönem Licht erfassten Malerei um eine Kompositionsstudie von der Hand Moreaus, wesentliche Elemente und die Lichtstimmung des fertigen Gemäldes sind hier bereits angelegt, so sind die junge nackte Frau, die Säule und einer der Greifen deutlich zu erkennen, offensichtlich wurde die Studie seitlich beschnitten - und Moreau wählte letztendlich in seinem fertigen Gemälde zur Steigerung des Eindrucks ein noch höheres Format und fügte am Unterrand des Gemäldes den trennenden See und am oberen Ende der Säule besagte Urne hinzu, Öl auf Karton, um 1875, unsigniert, rückseitig Atelierspuren und Zuschreibung "Dieses Bild ist von Gustave Moreau, geb. Paris 1826-1898", farbschwundrissig, Malgrund gebaucht, in alter versilberter Leiste gerahmt, Falzmaße ca. 33 x 23 cm. Künstlerinfo: frz. Maler und Zeichner des Symbolismus (1826 Paris bis 1898 Paris), erste Ausbildung beim Vater, dem Architekten Louis Moreau, 1836-40 Sekundarschulbildung am Collège Rollin, 1841 erster Italienaufenthalt, 1844-46 gefördert durch François-Edouard Picot, studierte 1846-49 an der Pariser Akademie, 1849-50 autodidaktische Studien im Louvre, ab 1851 freundschaftliche Förderung durch den Ingres-Schüler Théodore Chassériau (1819-1856), 1852-80 Ausstellungsbeteiligung im Pariser Salon, unternahm nach dem Tod Chassériaus, zusammen mit Frédéric de Courcy, 1857-59 zweite Studienreisen nach Italien und weilte in Neapel, Rom, Florenz, Mailand, Lugano, Pisa, Siena und Venedig, hier beeinflusst von Renaissance-Künstlern wie Leonardo da Vinci, Sandro Botticelli, Andrea Mantegna, Michelangelo Buonarroti, Paolo Veronese, Raffael, Antonio da Correggio, Vittore Carpaccio und Carlo Crivelli, in Italien Freundschaft zu Élie Delaunay, Léon Bonnat und Edgar Degas, ca. 1860 Bekanntschaft mit seiner Lebensgefährtin Alexandrine Dureux (1835-1890), 1865 auf Einladung Kaiser Napoleon III. in Compiègne, 1878 vertreten auf der Weltausstellung Paris, 1883 Offizier der Ehrenlegion, ab 1888 Mitglied der Pariser Akademie, ab 1892 als Nachfolger seines Freundes Elie Delaunay (1828-1891) Professor an der École des Beaux-Arts Paris, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit, Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Info Museum Moreau Paris und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3023
Limit: 5000,00 €, Zuschlag: 5500,00 €

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Prof. Franz Seraph Ritter von Lenbach, Otto von Bismarck

Halbfigurenbildnis des alten Fürsten und Reichskanzlers Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen (1815-1898) mit Pickelhaube im Halbprofil, seit 1874 verband Lenbach und Bismarck eine Freundschaft, die dem Maler, neben tiefen Einblicken ins Wesen des Reichskanzlers, auch hohe Reputation und nahezu einen familiären Anschluss an die Familie des Fürsten einbrachten, wie keinem anderen Maler gelang es Lenbach, neben dem Staatsmann auch den privaten Bismarck mit seinen Emotionen in über 80 Gemälden festzuhalten, Bismarck resümierte 1892 beim Besuch der Münchner Kunstausstellung zufrieden "... Es freut mich, durch den Pinsel Lenbachs hier mich verewigt zu sehen, wie ich der Nachwelt gerne erhalten bleiben möchte ...", dünn lasierende Portraitmalerei, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, rechts oben signiert und datiert "F. Lenbach 1893", rückseitig auf dem Keilrahmen Stempel einer Berliner Malutensilienhandlung, restauriert, hinterlegte Fehlstelle in der Leinwand, etwas restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 98 x 77 cm. Künstlerinfo: eigentlich Franz Seraph Lenbach, ab 1882 Ritter von Lenbach, dt. Maler (1836 Schrobenhausen bis 1904 München), gilt als bedeutendster Portraitist seiner Zeit, zunächst zum Maurer bestimmt und Schüler der Gewerbeschule Landshut, 1851-52 Ausbildung zum Bildhauer bei Anselm Sickinger in München, 1852-53 Schüler der Königlich Bayerischen Polytechnischen Schule in Augsburg, ab 1853 freundschaftliche Förderung durch Johann Baptist Hofner in München und regelmäßige Malaufenthalte in Aresing, studierte ab Januar 1854 an der Akademie München bei Karl Theodor von Piloty und Hermann Anschütz, unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach Rom (1858), Stuttgart, Straßburg, Paris, Brüssel, Lüttich, Aachen und Köln, auf Empfehlung Pilotys 1860 Berufung, zusammen mit Böcklin und Begas, als Professor an die Kunstakademie Weimar, 1862 Aufgabe des Lehramts, anschließend gefördert durch den Kunstsammler Baron Adolf Friedrich von Schack, der ihn für Altmeisterkopien ab Ende 1863 nach Italien sandte, 1865 Übersiedlung mit Hans von Marées nach Florenz, 1866 Rückkehr nach München, 1867 Goldmedaille auf der Weltausstellung Paris, 1867-68 in Spanien, ab 1870 regelmäßige Aufenthalte in Wien und Berlin, ab 1873 Mitglied und 1879 Präsident der Münchner Künstlergesellschaft Allotria, 1875-76 in Ägypten, unterhielt ab 1874 Freundschaft zu Fürst Otto von Bismarck, von dem Lenbach ca. 80 Bildnisse malte, beschickte den Münchner Glaspalast, 1882 Ehrung mit dem Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone und Verleihung des persönlichen Adels, 1885-87 Zweitwohnsitz in Rom, 1898 Ehrenbürger von Schrobenhausen, 1902 Kommandeurskreuz der französischen Ehrenlegion, tätig in München, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Matrikel der Münchner Akademie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Boetticher, Müller-Singer, Seubert, Bénézit und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3028
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 5000,00 €

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Meissen Bildplatte "Dianas Heimkehr von der Jagd"

nach einem Gemälde von Paul Peter Rubens um 1616 (heute in der Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden), blaue Knaufschwertermarke 1860-1924, 1. Wahl, altes Händleretikett, rechteckige Porzellanplatte mit äußerst feiner polychromer Unterglasurbemalung, detailreiche Darstellung der Göttin mit ihren Gefährtinnen nach erfolgreicher Jagd, bei der Begegnung mit drei lüstern blickenden Satyrn aus Bacchus Gefolge, wohl unsigniert, in originalem Florentinerrahmen (ungeöffnet), dieser partiell etwas bestoßen und mit später ergänztem Holzständer, die seltene Bildplatte in sehr gutem Zustand, Maße Platte ca. 19 x 25 cm, Maße Rahmen 33 x 38 cm.

Katalog-Nr.: 3030
Limit: 3600,00 €, Zuschlag: 5500,00 €

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Collier mit Rubinen und Diamanten

2. Hälfte 20. Jh., Silber vergoldet, Collier besetzt mit 53 facettierten Rubinen von ca. 7 x 8 mm und 27 Diamantrosen von ca. 7 x 6 mm sowie zahlreichen Diamantsplittern, verdecktes Kastenschloss mit einer Sicherheitsacht, minimale Tragespuren, L ca. 53 cm, G ca. 98 g.

Katalog-Nr.: 3032
Limit: 800,00 €, Zuschlag: 900,00 €

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Silberleuchter Wiener Werkstätten

Entwurf Josef Hoffmann um 1909, Inventarnummer WWE 25-2, Silber gestempelt mit Künstlermonogramm JH, Dianakopf WW und Rosenmarke, glockenförmiger Fuß mit Perlrand, umlaufend getriebener Floraldekor, kannelierter Schaft mit angelöteter Tropfschale, diese umlaufend mit Perlrand verziert, leichte Alters- und Gebrauchsspuren, Standring leicht gedellt, H 12 cm, D 12 cm. Quelle: MAK, Archiv der Wiener Werkstätte, Abbildung des ausgeführten Objekts Toilettengarnitur: "Leuchter" einflammig (WWF 94-89-2).

Katalog-Nr.: 3037
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 2000,00 €

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Meissen umfangreiches Speiseservice "Bügelmuster"

59 Teile, Werksentwurf 1900/01 (Form), Dekorentwurf Theodor Grust 1907, jeweils unterglasurblaue Knaufschwertermarken 1860-1924, 1. Wahl, Ritz- und Prägenummern, elegantes Speiseservice aus weiß glasiertem Porzellan, Form "T-Glatt", Liniendekor in feiner Goldbemalung, bestehend aus neun Suppentellern, 14 großen und 10 kleineren Speisetellern, 14 Dessertschälchen, zwei Deckelterrinen, einer Sauciere sowie je vier Beilagenschalen und Anbietplatten, dazu eine große beschädigte Deckelterrine (Wandung bestoßen und großflächig gerissen), die anderen Teile in gutem Zustand mit minimalen Gebrauchsspuren, selten in diesem Umfang, D Teller 23 cm (10 x), 24 cm (9 x) und 27 cm (14 x), D Schälchen je 12 cm, L Terrine je 30 cm, L Sauciere ca. 24 cm, D Schalen 22 cm (Paar) sowie einmal 25 und 31,5 cm, L Platte 43 cm (Paar) und 47,5 cm (1 x), L Fischplatte 56,5 cm, L defekte Suppenterrine 36 cm.

Katalog-Nr.: 3038
Limit: 2400,00 €, Zuschlag: 4200,00 €

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Albert Marquet, "Fontarabie, temps gris"

dunstig-grauer Morgen am Grenzfluss Bidassoa, mit Blick vom französischen Hendaye zum spanischen Ort Fontarabie [dt.: Hondarribia, spanisch: Fuenterrabía] in der autonomen Region Baskenland am jenseitigen Ufer, um 1926 scheint sich der Künstler in Hendaye im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine aufgehalten zu haben - so ist eine Ortsansicht von Hendaye entsprechend datiert und vom vorliegenden Motiv schuf der Künstler mindestens eine weitere Version bei lichterem Wetter, verwandte der Künstler um 1905 im Sinne der Fauvisten noch kraftvoll leuchtende Farben im flächigen Auftrag zur Steigerung und Festigung des Eindrucks und der Räumlichkeit seiner Gemälde - so reduzierte er seine Farbpalette unter Beibehaltung einer nicht modulierten Farbflächenmalerei zunehmend bis hin zu nahezu monochromen Kompositionen, 1930 schrieb Thieme-Becker "... Marquet ist ein Maler mit tiefer Einfühlung in die Natur und einem von Theorien wenig belasteten ausgeglichenen Formenkanon ..." und der lange in Paris lebende russische Schriftsteller Ilja Ehrenburg vermerkt zum Künstler „... An seinen Bildern verblüfft die Kargheit der Ausdrucksmittel; sie sind schwierig in ihrer Einfachheit, kunstvoll in ihrer Herzenseinfalt. Ein wenig Grau, Blau und Grün - und die Welt lebt auf. ...", stimmungsvolle, gering pastose Malerei mit breitem Pinselduktus in silbriggrauer Farbigkeit, Öl auf Leinwand, rechts unten signiert "marquet", rückseitig zahlreiche, teils fragmentarische Aufkleber und Stempel, dabei ein alter Aufkleber "Galerie Druet - 20. rue Royale Paris, Nr. 11716 - Albert Marquet - Fontarabie ...[unleserlich] 65 x 81", beigegeben Kopie eines Schreibens des Wildenstein Institute Paris vom 22.05.2012, in dem Guy Wildenstein ankündigt, das Gemälde unter der Bezeichnung "Fontarabie, temps gris [dt.: Hondarribia, graues Wetter]" ins Werksverzeichnis von Albert Marquet aufzunehmen, partiell randdoubliert und neu auf alten Spannrahmen aufgezogen, im prächtigen Impressionistenrahmen (in Zweitverwendung) mit Inlay gerahmt, Falzmaße ca. 65 x 81 cm. Künstlerinfo: eigentlich Pierre Léopold Albert Marquet, frz. Maler des Fauvismus (1875 Bordeaux bis 1947 Paris), zunächst Schulbesuch in Bordeaux, 1890 Übersiedlung nach Paris, studierte hier an der Kunstgewerbeschule [École nationale des arts décoratifs], ab 1892 Bekanntschaft und lebenslange Freundschaft mit Henri Matisse, ab 1895 Studium an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris bei Gustave Moreau, 1898 Wechsel an die private Kunstakademie in der Rue de Rennes Paris, 1899 erste Ausstellungsbeteiligung im Salon de la Société nationale des beaux-arts, 1900 mit Matisse Arbeit am Grand Palais der Pariser Weltausstellung, beschickte 1905 mit André Derain, Henri Matisse und Maurice de Vlaminck den Pariser Salon d’Automne - die Künstler provozierten mit ihrer neuartigen Malerei hier einen Skandal, welcher den einflussreichen konservativen Kunstkritiker Louis Vauxcelles (1870-1943) im Oktober 1905 in einer Ausstellungsrezension den Begriff "Fauvismus [dt.: jungen Wilden]" prägen ließ, unternahm ab 1906 Studienreisen durch Frankreich, Deutschland, Russland und Skandinavien, 1920 erster Aufenthalt in Algier, 1928 Nilkreuzfahrt, 1940-45 in Algier tätig, anschließend wieder in Paris, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Bénézit und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3039
Limit: 20000,00 €, Zuschlag: 48000,00 €

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Meissen Kaffeeservice "Blaue Rispe"

für acht Personen, 28 Teile, Form- und Dekorentwurf Richard Riemerschmid 1903/1904, unterglasurblaue Knaufschwertermarken 1860-1924, 1. Wahl, verschiedene Präge- und Pinselnummern, Form "Perle" mit perlbandverziertem Rand und umlaufend stilisiertem Blattdekor in kobaltblauer Unterglasurbemalung, bestehend aus Kaffeekanne, Sahnegießer, Zuckerdose, acht Gedecken und einer ovalen Anbietschale, in diesem Umfang seltenes Service, in altersgemäß gutem Zustand, vereinzelt leicht brandfleckig bzw. minimal kratzspurig, H Kanne 20 cm, D Teller 16,5 cm, L Schale 31,5 cm.

Katalog-Nr.: 3040
Limit: 2400,00 €, Zuschlag: 3300,00 €

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Märklin "Central Bahnhof"

Modell 2015, Bauzeit 1909-1919, ungemarkt, Blech geprägt, handlackiert und bezeichnet, passend zu Spur 1 und für Kerzenbeleuchtung, auf rechteckigem Fundament zweistöckiges Gebäude in Steinoptik mit abnehmbarem Mansardendach, vierseitiger Turmuhr, Dachisolatoren, durchbrochen gearbeiteten Fenstern mit farbiger Verglasung, drei Torbögen, dahinter Fahrkartenausgabe mit drei Schaltern sowie drei Angeltüren zum Wartesaal, dieser und die dreiseitig überdachte Bahnsteigrestauration mit Tischen, Bänken und Stühlen eingerichtet, umlaufend Bahnsteigsperre mit Richtungstafeln und Geländer mit Ketten, kaum bespielter und in diesem Originalzustand seltener Bahnhof mit schöner Alterspatina, Perrondach minimal gelockert, Turmfahne, ein Isolator und ein Geländerteil fehlen, die zwölf Bahnsteigfiguren ergänzt, Maße 42 x 30 x 34,5 cm.

Katalog-Nr.: 3043
Limit: 4800,00 €, Zuschlag: 10000,00 €

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Märklin große Schlepptenderlok

Modell D1023, Bauzeit um 1915, gemarkt und bezeichnet, Guss und Blech handlackiert, rot, Spur 3, Achsfolge B1, intakter Uhrwerkantrieb, vor- und rückwärts sowie schnell und langsam fahrend, mit Hand- und Automatikschaltung, Galeriestangen, einer imitierten Stecklaterne und zweiachsigem Tender mit Kohleimitation und Klappe, seltene Lokomotive in schönem restaurierten Zustand, partiell kleine Lackabplatzer, Bremse nicht feststellbar, L gesamt 61 cm.

Katalog-Nr.: 3044
Limit: 3500,00 €, Zuschlag: 4200,00 €

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Deckenschale Émile Gallé, "Hortensie"

Nancy, um 1900, große Deckenlampe aus klarem mattierten Glas, zweifarbig überfangen, hochgeätzter floraler Dekor mit Hortensienblüten, auf der Wandung signiert "Gallé", originale Montierung aus Bronze oder Messing mit drei französischen Fassungen, alt elektrifiziert, guter Zustand, D 47 cm, H 55 cm.

Katalog-Nr.: 3047
Limit: 3200,00 €, Zuschlag: 5500,00 €

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Prof. Alfred Zoff, Felsige Küste in der Brandung

weiter Blick übers sonnenbeschienene Meer, mit gischtend sich an Felsen brechender Brandung, pastose Malerei, Öl auf Leinwand und Karton, um 1910, rechts unten signiert "A. Zoff", gerahmt, Falzmaße ca. 33 x 44,5 cm. Künstlerinfo: österreichischer Landschaftsmaler (1852 Graz bis 1927 Graz), zunächst zum Rechtsanwalt und Mediziner bestimmt und Studium der Rechtswissenschaft sowie der Medizin an der Universität Graz, parallel ab 1869 Schüler der Landeskunstschule in Graz bei Hermann von Königsbrunn, 1880-84 Studium der Malerei an der Wiener Akademie bei Eduard Peithner von Lichtenfels, 1884-88 Studium an der Akademie Karlsruhe bei Gustav Schönleber, bis 1890 freischaffend in Karlsruhe, 1890-98 in München-Nymphenburg, anschließend in Krems und Wien, unternahm Studienreisen nach Italien, Belgien, Holland und in die Bretagne, ab 1907 Professor für Landschafts- und Stilllebenmalerei an der Landeskunstschule Graz, beschickte diverse Ausstellungen wie die 1900 Weltausstellung Paris, ab 1883 Mitglied des Wiener Künstlerhauses, ab 1900 Mitglied des Hagenbundes, Ehrenmitglied der Vereinigung Bildender Künstler der Steiermark und im Verein Luitpoldgruppe, 1927 Ernennung zum Ehrenbürger von Graz, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Wurzbach, Boetticher, Müller-Singer, Mülfarth, Fuchs, Dressler und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3048
Limit: 2400,00 €, Zuschlag: 2400,00 €

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August Gaul, Zwei Pinguine

1915, seitlich an der Plinthe signiert A. Gaul, Bronze dunkel patiniert, mit dem Rücken zueinanderstehende Pinguine auf flacher Plinthe, Sockel aus Serpentin, gute Erhaltung, H Bronze 6,5 cm, H gesamt ca. 9 cm. Quelle: Herwig Guratzsch, Museum der bildenden Künste Leipzig: Katalog der Bildwerke, Cologne 1999, Nr. 328 und 327. Künstlerinfo: bedeutender deutscher Tierbildhauer und Graphiker (1869 Groß-Auheim bis 1921 Berlin), ab 1888 in Berlin, 1894-98 im Atelier von Reinhold Begas tätig, 1888 Mitglied und ab 1902 im Vorstand der Berliner Sezession, eines Zusammenschlusses von Künstlern wie Max Liebermann, Louis Tuaillon u. Walter Leistikow, viele nationale sowie internationale Ausstellungen etwa in Paris, St. Louis oder Venedig, Quelle: Thieme-Becker.

Katalog-Nr.: 3052
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 1900,00 €

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Prof. Lovis Corinth, "Sibylle" nach Corot

Brustbildnis einer jungen Südländerin im Profil, um 1870 schuf Camille Corot sein unvollendet gebliebenes Gemälde "Sibylle", welches im New Yorker Metropolitan Museum of Art verwahrt wird, in vorliegender Studie setzt Corinth das ohnehin nur sparsam farbige Originalmotiv konsequent in monochromer Farbigkeit in Camaieu-Technik in braunen Farbtönen um, gering pastose Malerei mit prägnantem Pinselduktus, Öl auf ovalem Karton, rechts in der Darstellung signiert und datiert "Lovis Corinth 1918", freigestellt hinter Glas im schmalen Goldstuckrahmen gerahmt, Kartonmaße ca. 17,5 x 14,5 cm. Künstlerinfo: eigentlich Franz Heinrich Louis Corinth, bedeutender dt. Maler, Lithograph und Radierer (1858 Tapiau/Ostpreußen bis 1925 Zandvoort), Studium an der Akademie Königsberg bei Otto Günther und ab 1880 an der Akademie München bei Franz von Defregger und Ludwig von Loefftz, beeinflusst von Wilhelm Trübner, als Radierer angelernt von Otto Eckmann, später in Paris und Bouguereau, neben Max Liebermann und Max Slevogt wichtigstes Mitglied der Berliner Sezession, 1918 Verleihung des Professorentitels durch die Berliner Akademie der Künste, 1921 Ehrendoktorwürde der Universität Königsberg, tätig in Berlin und Urfeld am Walchensee, Quellen: Thieme-Becker, Vollmer, Matrikel der Akademie München und Internet.

Katalog-Nr.: 3055
Limit: 1800,00 €, Zuschlag: 2400,00 €

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Karl Klaus, "Salome"

um 1912, Ausführung Firma Ernst Wahliss Wien, Serapis-Fayence, polychrom glasiert, am Boden Manufakturmarke in Grün, sehr gute originale Erhaltung, H 31 cm. Quelle: Sammlung Grassi-Museum Leipzig sowie "The Studio" 1914, Seite 195.

Katalog-Nr.: 3056
Limit: 800,00 €, Zuschlag: 3900,00 €

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Karl Schmoll von Eisenwerth, "Bildnis Hans Eitel"

aufgeweckt in die Ferne blickender Knabe mit Jacke und weißem Hemd mit breitem Kragen, vor einem Hügel mit Baumgruppe, unter blauem Himmel mit vorbeiziehenden Vögeln, fein abgestimmte Portraitmalerei, Öl auf Leinwand, links unten signiert und datiert "K. Schmoll v. Eisenwerth .1921.", auf der Rückseite Klebezettel und hier betitelt, bezeichnet und datiert "Bildnis Hans Eitel Stuttgart 1921", Angaben zu den verwendeten Malmaterialien und Signatur "K. Schmoll v. Eisenwerth" sowie weiterer Zettel mit Pflegehinweisen zum Gemälde vom Künstler, schöner Originalzustand, in versilberter Leiste der Zeit gerahmt (mit geringen Erhaltungsmängeln), Falzmaße ca. 63 x 46 cm. Künstlerinfo: dt.-österr. Maler, Graphiker und Glaskünstler (1879 Wien bis 1948 Gut Osternberg bei Braunau am Inn), ab 1895 in Darmstadt und hier Kontakt zum Jugendstil, 1898-1901 Studium an der Akademie in München bei Ludwig von Herterich und Paul Hoecker, Aufenthalt in Rom und Paris, ab 1909 gab er Unterricht an der privaten Debschitz-Schule in München, 1907 Ernennung zum Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart, Schaffung mehrerer Wandgemälde, 1927-29 Rektor der Technischen Hochschule Stuttgart, Quelle: Thieme-Becker, Vollmer, Matrikel der Akademie in München und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3059
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 1500,00 €

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Sechs Sessel Antonio Gaudi & Juan Busquets

Anfang 20. Jh., von Antonio Gaudi für den Palais Güell in Barcelona entworfen und später von Busquets angefertigte, etwas schlichtere Variante in massivem Mahagoni, mit ockerfarbenem Lederpolster und Messingziernägeln, elegant geschwungene Sessel, die Armlehnen leicht seitlich ausgestellt und in einem Rundbogen in die Vorderbeine übergehend, die Kanten leicht profiliert, ein Sessel gemarkt mit Herstelleretikett in Messing "Juan Busquets Ciudad 9 Barcelona", restauriert, Polster und Lederbezug erneuert, Maße 73,5 x 62 x 62 cm. Künstlerinfo: Antoni Gaudí i Cornet (1852 Reus bis 1926 Barcelona) war ein spanischer Architekt und herausragender Vertreter der katalanischen Bewegung des Modernismus. Quelle: Pierre Kjelberg, Le mobilier du XXe siècle, dictionnaire des créateurs, éd. de l'Amateur, Paris, 1994, S. 260.

Katalog-Nr.: 3061
Limit: 2400,00 €, Zuschlag: 2800,00 €

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Paar Stühle Josef Hoffmann, Nr. 725

Entwurf um 1905, Ausführung J. & J. Kohn Wien, unter Dampf gebogenes Buchenholz, auf Mahagoni gebeizt, die Vorderbeine, Zarge und Lehne aus einem Stück gefertigt, unter der Sitzfläche je zwei geschraubte Kugeln, Variante mit Messingmanschetten an den Füßen, stabiler Zustand, Samtbezüge später erneuert und teilweise lose, Alters- und Gebrauchsspuren, Maße je 87 x 43 x 48 cm. Quelle: Museum für Angewandte Kunst, Sammlung: Möbel, Inventarnr. H 2957, G. Dry, Jacob & Josef Kohn Bugholzmöbel, Der Katalog von 1916, München 1980, S. 53, No. 725 B.

Katalog-Nr.: 3062
Limit: 1200,00 €, Zuschlag: 2000,00 €

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