100 Erlesene Objekte

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Bacchanal

abendliche mediterrane Sommerlandschaft mit vom Wein berauschter Gesellschaft, im Zentrum lagert der alte, von Weinlaub bekrönte Gott des Weins Bacchus, umgeben von Putti, Flöte spielendem Faun und spärlich bekleideten, trinkenden und musizierenden Männern und Frauen, die mystischen, ob ihrer Zügellosigkeit und ekstatischen Hingabe an sinnliche Genüsse wie Wein, Musik, Tanz und Liebe beliebten Bacchanalien der Römer gaben im prüden und mitunter puritanischen Barock einen willkommenen Vorwand der Verbildlichung von Nacktheit und Ausgelassenheit in Form von Historiengemälden, gering pastose Genremalerei in dunkeltoniger Farbigkeit, Öl auf Leinwand und Keilrahmen, 17. Jh., unsigniert, Craquelure, mehrfach doubliert, restaurierungsbedürftig, ungerahmt, Maße ca. 80 x 107 cm.

Katalog-Nr.: 3001
Limit: 3800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Feine Elfenbeinschnitzerei

wohl Augsburg Mitte 17. Jh., unsigniert, Elfenbein aufwendig beschnitzt, vollplastische Darstellung des Herkules im Kampf mit dem Nemeischen Löwen, qualitätvolle Wiedergabe des muskulösen bärtigen Halbgotts im Kampf mit dem majestätischen Löwen, dessen Maul er mit beiden Händen gewaltvoll aufreißt, um ihn anschließend zu ersticken, Altersspuren, trocknungsrissig, H 5,7 cm.

Katalog-Nr.: 3002
Limit: 2800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Bedeutender Porringer Charles II.

London, 1674-75, am Boden gepunzt sowie Meistermarke IA in gepunktetem Kreis, zylindrischer, innen und außen vergoldeter Korpus, auf drei hohl gearbeiteten Kugelfüßen, Griffe mit zwei Karyatiden verziert, der Korpus verblendet mit am Boden verschraubtem, abnehmbarem, durchbrochen gearbeitetem Mantel, dieser verziert mit getriebenen exotischen Vögeln (Phönix) unter Laubranken und Blumen mit Granatapfeldekor, der abnehmbare Deckel ebenfalls mit fein durchbrochen gearbeiteter, abnehmbarer Verblendung, geschraubter Deckelknauf mit Blattwerkabschluss, Wandung innen vergoldet, sehr guter Zustand, H 17 cm, G ca. 750 g. Quelle: Jacksons Silver and Goldmarks, edited by Ian Pickford, Abb. Seite 128.

Katalog-Nr.: 3004
Limit: 48000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Konvolut historische Mörser

wohl Spanien, 16. Jh., partiell mit alten Etiketten des Auktionshauses Christie's aus dem Jahre 1982, Bronze gegossen, dunkel patiniert, fünf Stück, kompakte Modelle mit ausschwingender Mündung, die Wandungen verziert von Maskaronen, Muschelmotiven, Initialen bzw. schlichter Ornamentik, zum Teil mit angedeuteten Handhaben, dazu drei Pistille, stärkere Alters- und Korrosionsspuren, D max. 14 cm, beigegeben Auszug aus dem Christie's Auktionskatalog zur Sammlung historischer Mörser vom 17.02.1982.

Katalog-Nr.: 3007
Limit: 2900,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Christkind Barock

wohl Neapel, um 1700, Holz geschnitzt, gestuckt und mehrfarbig gefasst, stehender Christusknabe mit eingesetzten Glasaugen und aufwendig genähter Echthaarperücke, Krone aus versilbertem Weißblech, auf einem goldbronzierten, samtbezogenen Sockel, die rechte Hand im Segensgestus erhoben, in der linken eine Traube haltend, leichte Altersspuren, H 56 cm.

Katalog-Nr.: 3008
Limit: 3600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Hans von Aachen oder Werkstatt, Urteil des Paris

berühmte mythologischen Szene, nachdem die Göttin der Zwietracht Eris als einzige der olympischen Götter nicht zur Hochzeit des Peleus und der Thetis eingeladen wurde, warf sie einen goldenen Apfel mit der Aufschrift "Der Schönsten" in die Gesellschaft, worauf zwischen Aphrodite, Athene und der Gattin des Zeus Hera ein Streit entbrannte, welcher von ihnen der Apfel gebühre, Zeus entzog sich diplomatisch einer Entscheidung und übertrug dem schönen, jedoch vom Königshof verstoßenen und als Hirte lebenden Königssohn Paris die Beantwortung der Frage, Zeus beauftragt Hermes - hier rechts oben mit geflügelter Kappe und zaubermächtigem Hermesstab dargestellt - den Königssohn herbei zu schaffen, jede der drei spärlich bekleideten Göttinnen versuchte nun, Paris für sich zu gewinnen, Athene - hier links mit abgelegtem Helm und Schild - verspricht Weisheit, Hera - hier rechts dargestellt - verspricht Weltherrschaft und schließlich Aphrodite - hier mittig in Begleitung zweier Eroten dargestellt - versprich Paris die Liebe der schönsten Frau der Welt, hierfür entscheidet sich Paris und gibt ihr den Goldenen Apfel wie rechts im Vordergrund dargestellt - nicht wissend, dass die schönste Frau Helena bereits mit Menelaos von Sparta verheiratet ist - und löst damit die nächste Tragödie, den Trojanischen Krieg aus, links im Hintergrund spielen Quellnymphen und rechts im Vordergrund lagert ein Flussgott mit Spaten, die der griechischen Mythologie zufolge sich dem Willen Eros unterwarfen, das vorliegende Motiv schuf Hans von Aachen spiegelverkehrt, teils mit geringen Variationen, dazu erfuhr das Motiv breite Popularität durch die Kupferstiche von Raphael Sadeler von 1589, gering pastose, partiell lasierende Genremalerei, Öl auf Leinwand, unsigniert, Craquelure, doubliert, alte Retuschen, etwas restaurierungsbedürftig, gerahmt (bestoßen), Falzmaße ca. 49 x 63 cm. Künstlerinfo: wurde nach der Geburtsstadt seines Vaters "Aachen" genannt, auch Johann von Aachen, Jan van Achen, Aken, Janachen, Fanachen, Abak, Jean Dac und Aquano, van Acken, dt. Maler, Zeichner, Kupferstecher und Diplomat (1552 Köln bis 1615 Prag), Ausbildung zum Maler wohl beim flämischen Maler E. Jerright in Köln, ab ca. 1573 Studienreise nach Italien, in Venedig tätig für den Antwerpener Kunsthändler Gaspar Rem, anschließend in Rom bei Anthonis Santvoort, Aachen knüpfte in Italien zahlreiche Kontakte und wurde ab 1580 ein geschätzter Maler, ab 1585 tätig für den Großherzog Francesco I. de’ Medici in Florenz, 1588 Rückkehr nach Köln, ab 1590 in München für Herzog Wilhelm V. von Bayern tätig, erhielt Aufträge der Augsburger Fugger, 1592 Berufung zum Hof- und Kammermaler Kaiser Rudolf II. mit Wohnsitz in München, 1594 Erhebung in den Adelsstand durch Rudolf II., 1596 oder 1601 Übersiedlung nach Prag, 1605 Erteilung des Schutzbriefes "Salva Guardia" durch Rudolf II., nach dessen Tod Hofmaler seines Nachfolgers Kaiser Matthias, Quelle: Thieme-Becker, AKL, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3009
Limit: 15000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Bildnis Pietro Leopoldo von Toskana nach Pompeo Batoni

Halbfigurenbildnis des Erzherzogs von Österreich und Großherzogs der Toskana Pietro Leopoldo von Toskana (1747-1792), von 1790-92 als Leopold II. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Böhmen, Kroatien und Ungarn, das vorliegende Motiv ist ein Detail aus einem größeren, 1769 angefertigten Doppelportrait von der Hand Pompeo Batonis (1708-1787), welches heute im Kunsthistorischen Museum Wien verwahrt wird und das den jungen Großherzog Pietro Leopoldo von Toskana mit seinem Bruder Kaiser Joseph II. (1741-1790) vor der Kulisse Roms darstellt, gering pastose Bildnismalerei, Öl auf Leinwand, 2. Hälfte 18. Jh., unsigniert, Craquelure, doubliert, retuschiert, restaurierungsbedürftig, im klassizistischen Rahmen (rest.bed.), Falzmaße ca. 69 x 57 cm.

Katalog-Nr.: 3010
Limit: 2200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Rokoko-Kommode

Sachsen um 1760, Nussbaum und Nussbaumwurzel auf Nadelholz furniert, dreiseitig bombierter Korpus verziert mit rechteckigen Feldern und geometrischen Einlegearbeiten, dreischübige, leicht gebauchte Front mit originalen Schlössern und Messingbeschlägen, diese alt ergänzt, ca. 2-3 mm starkes Sägefurnier, Oberfläche mit schöner Alterspatina, kleinere Furnierfehlstellen, rest.bed., Maße 85 x 120 x 62 cm.

Katalog-Nr.: 3011
Limit: 5800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Kleine Rokokokommode

2. Hälfte 18. Jh., Nussbaum, Nussbaumwurzel und Mahagoni auf Nadelholz furniert, dreiseitig bombierter Korpus mit geometrischen Einlegearbeiten in Rosenholz und Ahorn, Messingbeschläge alt ergänzt, ein Schloss locker, Schlüssel fehlen, kleinere Furnierfehlstellen und Trocknungsrisse, rest.bed., Maße 78 x 80 x 51 cm.

Katalog-Nr.: 3013
Limit: 2000,00 €, Zuschlag: 1400,00 €

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Prächtige Boulle-Konsoluhr

Frankreich, 19. Jh., aufwendig verziertes Gehäuse schildpattfurniert, mit ornamentalen Einlegearbeiten in Messing, fein ziselierte figürliche Bronzebeschläge, das Ziffernblatt mit eingesetzten Emailkartuschen und römischen Zahlen, Pendulenwerk der Firma Kienzle mit Schlagwerk auf zwei Glocken vermutlich später ersetzt, Bodenplatte und Rückwand ebenfalls in Bulle-Technik reich verziert, funktionstüchtig, Gehäuse in gutem Zustand, mit Schlüssel und Pendel, Maße 88 x 46 x 24 cm, H mit Konsole 124 cm.

Katalog-Nr.: 3014
Limit: 3000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Robert Griffier, Flusslandschaft

Blick aus der Vogelschau auf geschäftiges Treiben am Fluss in sommerlicher Gebirgslandschaft, hierzu bemerkt das Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie: "... Sein eigenes signiertes Oeuvre besteht aus Rheinlandschaften, ganz im Stil seines Vaters. ...", das durch seinen Detailreichtum und seine Akkuratesse bestechende Gemälde steht voll und ganz in der malerischen Tradition des Vaters Jan Griffier des Älteren (ca. 1645-1718) und von Herman Saftleven (1609-1685), fein mit spitzem Pinsel miniaturhaft erfasste Genremalerei, Öl auf Kupferplatte, links unten unscheinbar in Druckbuchstaben signiert, die feine Malerei der Landschaft und der miniaturhaften Staffage sind großteils original erhalten, lediglich der Himmel weist Retuschen auf, wenige Farbverluste im Falzbereich, gerahmt, Falzmaße ca. 28,3 x 38 cm. Künstlerinfo: niederländischer Maler, Zeichner, Fälscher, Kunsthändler und Kopist (ca. 1675 London bis ca. 1750 London), Schüler und Nachahmer seines Vaters Jan Griffier des Älteren (ca. 1645-1718), um 1695 zeitweise in Irland, vor 1700 Rückkehr nach Holland und in Amsterdam und Rotterdam tätig, erwarb 1716 das Bürgerrecht von Amsterdam, schuf Arbeiten im Stil seines Vaters sowie von Herman Saftleven (1609-1685), Adriaen van de Velde (1636-1672), Philips Wouwerman (1619-1668) und Salomon van Ruysdael (1600-1670), wegen betrügerischer Täuschungen mit Altmeisterkopien als Kunsthändler spätestens 1727 Auswanderung nach England und in London tätig, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Bénézit, Wurzbach "Niederländisches Künstlerlexikon" und Info Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie.

Katalog-Nr.: 3015
Limit: 10000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Standsekretär Charles-Guillaume Diehl

Paris, 2. Hälfte 19. Jh., feines zierliches Salonmöbel, auf der Schlossplatte signiert Diehl 19.r Michel le Comte Paris, Perlahorn, Rosenholz und Nussbaum auf Eiche furniert, fein ziselierte Zierbeschläge aus Bronze, originale Marmorplatte, schlanker fünfschübiger Korpus mit Schreibplatte, die Schubkästen aus massivem Mahagoni gearbeitet, jeweils eingefasst in feinen Messingzierleisten, auf der Schreibplatte Ligaturmonogramm BC, schlichtes Innenleben mit zwei Schüben, die Schreibfläche mit grünem Leder bespannt, ein originaler Schlüssel vorhanden, Altersspuren, Trocknungsrisse, Einfassung der Marmorplatte mit Fehlstellen, kleinere Furnierfehlstellen, rest.bed., Maße 128 x 73 x 37 cm. Info: Charles-Guillaume Diehl (1811 Steinbach/Hessen bis 1885) war ein deutscher Ebenist und „Cabinetmaker“, Kunstschreiner und Kunstdrechsler, der aus einer Ebenistenfamilie stammte. Wie viele andere deutsche Ebenisten und Kunstschreiner ließ sich Diehl 1840 mit einer eigenen Werkstatt in Paris in der Rue Michel-le-Comte nieder. Zeitweise beschäftigte er bis zu 600 Mitarbeiter. Vor allem war Diehl auf Kleinmöbel mit Boulle-Marketerie spezialisiert, aber auch große Möbel wie Tische und auch ein gewaltiger Münzschrank stammen aus der Werkstatt Diehls. Viele namhafte Museen bewahren Möbel von Diehl, darunter ist das Mus. d' Orsay in Paris, das Rijksmuseum in Amsterdam, das Mus. De l' Ecole de Nancy, das Seita Museum in Paris, das Museum of Art in Philadelphia, das Carnegie Museum of Art in Pittsburgh, das Metropolitan Museum of Art in New York und das Museum für Kunstgewerbe in Frankfurt. Quelle: Denise Ledoux-Lebard: „Les Ebenists du XIXiéme siècle 1795-1889".

Katalog-Nr.: 3017
Limit: 1800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Armlehnstuhl Nicolas Parmantier

Frankreich, um 1780, auf der Zarge signiert Nicolas Parmantier Lyon, Nussbaum massiv, reich verzierter klassizistischer Armlehnsessel mit gebauchter Zarge, die Spitzfüße auf fein geschnitzten Löwentatzen ruhend, die gepolsterten Armlehnen mit zylindrischem Abschluss und geschnitztem Stern bzw. Jacobsmuschel, das leicht gebogene Kopfbrett mit Rollwerk verziert, abgepolstert, kleinere alte Ergänzungen, partieller, inaktiver Wurmbefall, rest.bed., Maße 96 x 58 x 64 cm. Info Nicolas Parmantier: Tischler in Lyon (1736-1801), der 1736 in Metz geborene Nicolas Parmantier wählte den gleichen Beruf wie sein Vater, der Zimmermann war, und ging als Geselle zu seinem Schwiegervater François Girard, einem Schreiner in Lyon, wo er sich in der Rue des Deux-Angles niederließ, 1772 kaufte er das Geschäft von Pierre Nogaret, der im August 1771 starb, nach seinem Tod wurde die Werkstatt von seinem Sohn Antoine übernommen, der dort bis zum Ende des Kaiserreichs arbeitete, Quelle: Internet.

Katalog-Nr.: 3018
Limit: 1400,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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"Smith's Terrestrial Globe"

England, 2. Hälfte 19. Jh., in runder Kartusche gemarkt Smith's Terrestrial Globe, showing all the MOST RECENT DISCOVERIES, George Phillip & Son Ltd., The London Geographical Institute, 32 Fleet Street, London E.C., papierbezogene Gipskugel an Messing-Polarring mit Gradeinteilung, der an einem Horizontring aus Messing befestigt ist, montiert auf einem gedrechseltem Dreibeinständer mit Meridianring (dieser mit oberflächlichen Fehlstellen), Gestell alt repariert, H 50 cm.

Katalog-Nr.: 3020
Limit: 1600,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Prof. Carl Christian Vogel von Vogelstein, Divina Comedia

die Darstellung zitiert den dreißigsten Gesang des Purgatorio [dt. Fegefeuers] aus der Göttlichen Komödie von Dante Alighieri (ca. 1265-1321), in welcher sich der Dichter stets in Begleitung eines Führers auf seine imaginäre Reise durchs Totenreich begibt, zunächst begleitet ihn Vergil durch die Hölle [Inferno] und ein Stück des Weges auf den Berg der Läuterung [Purgatorio, dt. Fegefeuer], an der Schwelle zum irdischen Paradies auf dem Berg der Läuterung übernimmt Beatrice - Dantes früh verstorbene Liebe aus Jugendtagen - die weitere Führung, später wird für den letzten Abschnitt der himmlischen Sphären [Paradiso] der heilige Bernhard von Clairvaux Dante begleiten, in der vorliegenden Szene trifft Beatrice mit ihrem Gefolge aus Jungfrauen, Heiligen, Engeln und Fabelwesen mit Dante aufeinander, Beatrice, als Sinnbild der Rechtschaffenheit, konfrontiert Dante in einer Bußpredigt mit dessen schlechten Taten, der Dante - rechts im Vordergrund in demutsvoller Haltung dargestellt - ergriffen folgt, der Dichter kniet unter einem Baum - dem Baum der Erkenntnis - und vor ihm fließt ein schmal angedeutetes Gewässer - den Paradiesfluss Lethe symbolisierend - nach einem rituellen Bad in seinen Fluten wird Dantes Erinnerung an böse Taten getilgt werden und Beatrice - mit beiden Füßen auf dem Wagen der Kirche Christi stehend - wird als symbolische Repräsentantin der Philosophie und Theologie Dante die göttliche Ordnung des Universums darlegen, 1813-20 weilte Vogel erstmalig in Italien und betrieb hier malerische und literarische Studien, schon früh galt seine Begeisterung Dante Alighieri, während seines zweiten Romaufenthaltes 1842-44 schuf Vogel dann ein großes Gemälde mit mehreren Szenen zur Göttlichen Komödie, welches vom Großherzog der Toskana angekauft wurde, schließlich weilte Vogel 1865 zur Einweihung eines Dante-Standbildes in Florenz, was die Anregung für vorliegendes Motiv gegeben haben wird, fein lasierende, vielfigürliche Historienmalerei, Öl und Goldbronze auf Karton, auf Leinwand appliziert, links und rechts oben in den Zwickeln des oberen Segmentbogenabschlusses italienisch bezeichnet "Guardami ben, ben son - ben son Beatrice - Gh occhi mi cadder giu - nel chiaro fonte - Purgat. [Purgatorio] - C. [Canto] XXX", rechts unten in der Darstellung schwer lesbar signiert und datiert "C. Vogel v. V. 1867", etwas restauriert, gerahmt, Falzmaße ca. 36 x 42 cm. Künstlerinfo: eigentlich Carl Christian Vogel, 1831 geadelt und nannte sich nun Vogel von Vogelstein, dt. Maler, Zeichner, Illustrator und Diplomat (1788 Wildenfels/Erzgebirge bis 1868 München), Jugend in Wildenfels, Sohn und Schüler des Malers Christian Leberecht Vogel (1759-1816), studierte ab 1800 an der Akademie Dresden, 1807 auf Fürsprache Barons Carl Otto von Löwenstern Übersiedlung als Diplomat und Zeichenlehrer nach Memel und Dorpat in Livland, 1808 Übersiedlung nach St. Petersburg, 1812 Rückkehr über Berlin nach Dresden, 1813 Reise nach Italien über Prag, Wien, Venedig, Bologna und Florenz nach Rom, bis ca. 1817 oder 1820 Aufenthalt in Rom, hier beliebtes Mitglied der Deutschrömer, schließlich Rückkehr nach Dresden, 1820-53 Nachfolger Gerhard von Kügelgens als Professor an der Dresdner Akademie, unternahm weiterhin Studienreisen durch Deutschland und 1830 nach Paris sowie 1835 nach London, 1842-44 Italienreise mit Stationen in Rom, Neapel und Pompeii, parallel zur Lehrtätigkeit begehrter Portraitist (u. a. die Mitglieder des sächsischen Königshauses) und Freskant (z.B. Schloss Pillnitz, Hofkirche Dresden, Dom Naumburg), 1824 Ernennung zum königlich sächsischen Hofmaler, 1831 Verleihung des Adelstitels "von Vogelstein", Ehrenmitglied zahlreicher Akademien wie Berlin (1822), St. Petersburg und New York (1833), München, Wien, Madrid, Venedig und Kopenhagen, Mitglied des akademischen Rats der Dresdner Akademie, 1853 Übersiedlung nach München, 1856-57 in Rom und 1865 in Florenz, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Müller-Singer, Seubert, Müller-Klunzinger, Nagler, Allgemeine Deutsche Biographie, Bruckmann "Münchner Maler des 19./20. Jh.", Boetticher und Wikipedia.

Katalog-Nr.: 3021
Limit: 15000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Imposanter Ohrensessel Biedermeier

um 1820/30, Nussbaummaser massiv und furniert, außergewöhnlich geformtes Gestell in Form eines Füllhorns, mit s-förmig eingerollten Armlehnen, die Rückseite belegt mit abgerundeten Profilleisten, die breite, leicht trapezförmige Sitzfläche ruht auf massiven Säbelfüßen, das Sitzkissen ist lose in die Zarge eingelegt, älterer Bezugsstoff verschlissen, kleinere Furnierfehlstellen und Risse, rest.bed., Maße 128 x 83 x 66 cm.

Katalog-Nr.: 3022
Limit: 6500,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Violine Joseph Felix Riedl

um 1880, innen auf Klebezettel bezeichnet Joseph Felix Riedl, Musikinstrumenten Fabrikant in Wien, ungeteilter Boden und Zarge aus sehr breitem Ahorn, Hals und Schnecke aus schmalem Spiegelahorn, heller goldbrauner Lack, rissfreie Decke aus sehr feinjähriger Resonanzfichte, spielbereiter Zustand, mit Bogen, im Etui, dieser gemarkt Tubbs, polygonal facettierte Stange aus Fernambukholz mit Montierungen aus Silber und Perlmutt, L Korpus 36,0 cm.

Katalog-Nr.: 3024
Limit: 2000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Violine Aug. Clemens Glier

innen mit Klebezettel bezeichnet Aug. Clemens Glier Markneukirchen i Sa. 1824, des Weiteren Brandstempel A.C.G. sowie Reparaturzettel F. E. Stamm Hamburg 1880, ungeteilter Boden sowie Zarge aus Vogelahorn, kirschroter Lack über altgelbem Grund, rissfreie Decke aus breiter Resonanzfichte, Hals angeschäftet mit kleiner Schnecke, spielbereiter, restaurierter Zustand, mit Bogen, im Etui, dieser gemarkt Tourte, runde Stange aus Fernambukholz mit Montierungen aus Silber und Perlmutt, L Korpus 35,7 cm.

Katalog-Nr.: 3025
Limit: 2500,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Salonmöbel Dresden II

um 1870, Nussbaum und Nussbaummaser auf Nadelholz furniert, feine Zierbeschläge aus vergoldeter Bronze, prächtiger Salon in Neobarock, bestehend aus Zweisitzer-Sofa, zwei Armlehnsesseln und fünf Stühlen sowie zwei Hockern, einer Aufsatzvitrine mit gebauchter Front, Wandspiegel mit Konsole, Salontisch und einem Pfeilerschrank, Bezüge der Stühle teilweise verschlissen, Alters- und Gebrauchsspuren, teilweise rest.bed., Maße Sofa 115 x 145 x 75 cm, Aufsatzvitrine 205 x 80 x 48 cm, Spiegel 251 x 93 x 38 cm.

Katalog-Nr.: 3026
Limit: 3800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Figürlicher Beistelltisch

2. Hälfte 19. Jh., Tropenholz geschnitzt und geschwärzt, Darstellung eines knienden Schwarzafrikaners mit Glasaugen, die runde Platte tragend, der gedrechselte Rundfuß auf vier Löwentatzen ruhend, die Platte mit eingelassener Scheibe aus grau geädertem Marmor, unrestaurierter Originalzustand mit Alters- und Gebrauchsspuren, umlaufende Messingkette lose, H 70 cm, D 52 cm.

Katalog-Nr.: 3027
Limit: 2400,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Meissen Paar Schneeballvasen

Entwurf Johann Joachim Kaendler um 1760, Ausführung 19. Jh., unterglasurblaue Schwertermarken, jeweils durch Montageloch entfernt, geprägte Bossierernummer 36 und Nummer 2, schlanke Balusterform, die Außenwandung vollflächig verziert mit kleinen plastischen Blüten des Schneeballstrauchs und beidseitiger Blattranke mit kugeligen Blütendolden und einem Kanarienvogel, reiche Aufglasurstaffage in Purpur und Gelb sowie Goldradierung, Besatz partiell alt restauriert bzw. minimal bestoßen, eine Mündung mit 2 cm langem Haarriss, H je 33 cm.

Katalog-Nr.: 3029
Limit: 2800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Damenring mit Diamanten und Rubinen

Ende 19. Jh., Weiß- und Gelbgold gestempelt 750, Ringkopf im Durchmesser von ca. 19 mm, mittig besetzt mit einem Altschliffdiamanten von ca. 1,1 ct, umgeben von zehn weiteren Altschliffdiamanten im Gesamtgewicht von ca. 1,1 ct sowie zehn facettierten Rubinen, leichte Tragespuren, RW ca. 18 mm, G ca. 9 g, im originalen Lederetui.

Katalog-Nr.: 3031
Limit: 4200,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Rahmen mit indo-persischer Miniaturmalerei

um 1900, ungemarkt, schweres Tropenholz, überaus reich beschnitzt, zentral eingelegtes verglastes Medaillon aus Elfenbein, in zarter Lupenmalerei in Gouache verziert, um die zentrale Darstellung des berühmten Taj Mahal zahlreiche persische Gedenk- und Grabstätten wie dem Mausoleum von Itimad-ud-Daula, das Grabmal des Humayun, Rotes Fort in Agra, Harmandir Sahib in Amritsar, das Qutb Minar im Qutb-Komplex in Delhi u.a., dazwischen Portraitbildnisse verschiedener Mogulen, gerahmt von zarten Mosaiken aus mehrfarbig gefasstem Bein, flankiert von Rankwerk und Fabelwesen, Substanzverluste, Altersspuren, Maße 52 x 45 cm.

Katalog-Nr.: 3033
Limit: 2800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Übergroße Silberjardiniere

in Form eines Henkelkorbs, wohl Hanau, Ende 19. Jh., am Boden mehrfach gepunzt sowie Feingehaltsstempel 800, aufwendig durchbrochen gearbeitete Wandung, verziert mit klassizistischen Blütenfestons, durchsetzt mit Vogelmotiven und verschlungenen Bändern, innen vergoldet, Rand des Korbs mit alten Reparaturstellen an zwei Stellen gerissen, originaler Glaseinsatz mit Schliffdekor, G ca. 2560 g, H 65 cm.

Katalog-Nr.: 3034
Limit: 4000,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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Friedrich Gauermann, attr., Im Schafstall

Blick, vorbei an Schafherde im morbiden Holzverschlag mit diversen Aufbewahrungsgefäßen im diffusen Licht, zum Stalleingang mit wartender Hirtin, vor lichter Sommerlandschaft, poesievolle, gering pastose Genremalerei, Öl auf Leinwand, unsigniert, rückseitig auf der Leinwand Aufschrift "Ve[r]vielfältigungsrecht in jeder Art vorbehalten - Wien 2. Maerz 1862 - F. Paterno", hier auch Annotation "gemalt von F. Gauermann", laut Auskunft der Biographie Gauermanns aus "Die Deutschen Maler-Radirer" von Andreas Andresen arbeitete Gauermann mit dem Wiener Kunstverlag von Friedrich Paterno zusammen, welcher unter anderem Lithographien des Künstlers herausgab, so ist im Verzeichnis der Lithographien unter Nr. 32 "der Schafstall" aufgeführt, möglicherweise handelt es sich beim vorliegenden Ölgemälde um die Vorlage zu dieser Lithographie, auch Boetticher erwähnt für den Künstler drei Gemälde "Schafstall" in Wiener Besitz (Nr. 30, 31 und 70) wobei einmal die Größe mit 0,47 x 0,61 m angegeben ist, stärkere Craquelure, etwas restauriert, restaurierungsbedürftig, original im schönen Spätbiedermeier-Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmaße ca. 48,5 x 62 cm. Künstlerinfo: eigentlich Friedrich August Matthäus Gauermann, bedeutender österreichischer Maler, Zeichner und Graphiker (1807 Scheuchenstein/Miesenbach bis 1862 Wien), Sohn des Malers, Zeichners und Kupferstechers Jakob Gauermann (1772-1843), zunächst zum Kaufmann bestimmt, ab 1821 Schüler seines Vaters und seines Bruders Carl Gauermann, 1824-27 Schüler der Wiener Akademie bei Joseph Mössmer und Joseph Rebell, weitestgehend jedoch autodidaktische Ausbildung auf Wanderungen durch die Steiermark, Salzburg und Tirol, beeinflusst durch seine Künstlerfreunde Joseph Höger, Johann Fischbach, Joseph Feid und Anton Hansch, unternahm Studienreisen ins Salzkammergut, nach Dresden und München, ab 1836 Mitglied der Wiener Akademie, 1838 Reise nach Venedig, ab 1840 Mitglied des Münchner Kunstvereins, 1845 Ehrung mit dem Luxemburgischen Orden der Eichenkrone durch König Wilhelm II. der Niederlande, 1848 Ehrenbürger der Stadt Wien und ausgedehnte Studienreise nach Venedig, Padua, Verona, Mailand und Tirol, beschickte 1855 die Pariser Weltausstellung, 1861 Mitglied des Wiener Künstlerhauses, tätig in Wien und Miesenbach, Quelle: Thieme-Becker, Saur "Bio-Bibliographisches Künstlerlexikon", Andresen "Die deutschen Maler-Radirer ...", Wikipedia, Allgemeine Deutsche Biographie, Wurzbach, Boetticher und Internet.

Katalog-Nr.: 3035
Limit: 800,00 €, Zuschlag: 0,00 €

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