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77. Auktion

Februarauktion Nr. 77 – 26.02. bis 28.02.2015, Vorbesichtigung: 20.02. bis 25.02.2015-
Fulminant startet Mehlis ins neue Jahr und eröffnet 2015 mit einem echten Clou. In der Sonderauktion Skulpturen am 28.02.2015 werden knapp 250 plastische Arbeiten in Bronze, Marmor, Holz, Elfenbein, Keramik, Glas oder Mixed Media namhafter Künstler wie Ferdinand Preiss, Fritz Behn, Gerhard Schliepstein, Raymond Duchamp-Villon, Ernst Julius Hähnel, Albert Hinrich Hussmann, Louis Eugène Dejean u.v.a. zur Versteigerung gebracht. Darunter auch mehr als 25 Arbeiten bekannter ostdeutscher Künstler wie Helmut Heinze, Martin Wetzel und Thomas Jastram.
Eine wahre Rarität ist hierbei Gerhard Schliepsteins 1925 datiertes, bronzenes Figurenpaar „Prinz und Prinzessin“. Die beiden 55 Zentimeter hohen Figuren - Vorlagen für spätere Ausführungen in Porzellan - werden zusammen in einem Lot angeboten und starten bei 15000 Euro. Die hohe Kunst der Elfenbeinschnitzerei manifestiert sich in Ferdinand Preiss' Damenakt „Die Jugend“. Detailreich und voller Grazie präsentiert sich die knapp 33 Zentimeter hohe, signierte Art déco-Statuette, die mit einem Limit von 12000 Euro aufgerufen wird. Der Formensprache des Kubismus verhaftet ist Raymond Duchamp-Villons Pferdeplastik „Cheval“, deren Ausrufpreis bei 5000 Euro liegt.
Naturalistischere Züge trägt hingegen Fritz Behns 66 Zentimeter hohe Bronze "Stehender Massai", die etwa um 1908/09 gefertigt wurde und mit einem Limit von 16 000 Euro angeboten wird.
Ein Highlight der Kategorie Varia ist ein überaus fein gearbeiteter Historismus-Elfenbeinhumpen in bester Erhaltung. Der qualitätvoll reliefierte Korpus, des zwischen 1860 und 1880 in Erbach gefertigten Stücks, zeigt eine antike Schlachtenszene zu Pferde und zu Fuß mit stürzenden Rössern und Reitern. Limitiert ist das seltene Exemplar höchster Reliefschnitzkunst mit 9000 Euro. Nicht weniger faszinierend ist ein weiteres Trinkgefäß, das in der Kategorie der russischen Kunst angeboten wird. Der feinst getriebene, gravierte, ziselierte und teilvergoldete Silberhumpen trägt die Meistermarke Daniel Ottos, der um 1659 - 1680 in Tallinn tätig war und zeigt auf dem zylindrischen Korpus antike Herrenbildnisse im Hochrelief. Limitiert ist das seltene museale Stück mit 17500 Euro.
Als höchst qualitätvoll erweist sich darüber hinaus ein höfischer Tabernakelsekretär von etwa 1730, dessen dreiteiliger, nussbaumfurnierter Korpus von Rechteckreserven aus Nussbaumwurzel und einem breiten Band aus Riegelahorn verziert ist. Seine Front wird von feinsten ornamentalen und partiell gravierten Einlegearbeiten aus Zinn, Perlmutt und Messing, die Schreibklappe mittig mit eingelegtem Ligaturmonogramm und ebonisierten Zierleisten geschmückt. Angeboten wird das außergewöhnliche Stück mit einem Startpreis von 24000 Euro. Mehr als selten kann man auch das etwa 1600 gefertigte Minnekästchen aus der Augsburger Werkstatt von Michel Mann bezeichnen. Die als Brautgeschenk gedachte Miniaturschatulle, aus feuervergoldetem Messing mit feinsten Gravuren und der Darstellung unter Arkaden flanierender herrschaftlicher Paare, kommt mit 6000 Euro zum Ausruf.

Der Bereich der Gemälde wird von einem Werk des berühmten Malers Prof. Ferdinand Brütt angeführt. "Alter Mann mit kleinem Jungen an einem Grabmal" eröffnet dem Betrachter einen Blick ins prächtige Interieur, der als "Herderkirche" zu Weimar bekannten Stadtkirche St. Peter und Paul und schildert in fein lasierender, minutiöser Malweise im dezenten Atelierton eine anrührende Szene mit dem gängigen Vokabular des Historismus. Das Gemälde stellt einen interessanten Beleg für den künstlerischen Werdegang Brütts dar, der bereits kurze Zeit nach der Entstehung des Gemäldes mit dem Weggang aus Weimar seine altmeisterlich-naturalistische Malerei, unter Beibehaltung des Genres zu Gunsten einer locker-impressionistischen Malweise aufgab. Zur Versteigerung kommt das Gemälde mit einem Startpreis von 15000 Euro. Moderner geht es bei Otmar Alt zu, dessen abstrakte Farbflächenkomposition "Der Siebenmeilenstiefel“, ein typisches Werk des Künstlers von ungewöhnlicher Präsenz und Leuchtkraft, entstand 1970 und wird mit einem Limit von 9000 Euro angeboten. Nach dem bemerkenswertem Resultat von 15500 Euro für das Gemälde Jean Gabriel Domergues in der 76. Auktion, wird nun erneut eine Arbeit des französischen Malers, Modezeichners und Illustrators angeboten. Das Brustbildnis einer freizügig gekleideten, jungen, blonden Frau mit keckem, roten Hütchen im Halbprofil vor blaugrauem Grund wird dann mit 2000 Euro ins Rennen gehen.

Ab dem 20.02.2015 können im Zuge der Vorbesichtigung alle Objekte vor Ort eingehend begutachtet werden. Auch während der dreitägigen Versteigerung vom 26. bis 28.02.2015 ist es natürlich möglich alle Stücke noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Unser Fachpersonal beantwortet gern Ihre Fragen, gibt telefonisch Auskunft oder versendet entsprechende Zustandsberichte sowie Detailaufnahmen per Email. Die Printexemplare sind ab 03.02.2015 verfügbar.

Vorbesichtigung: 20.02.2015 bis 25.02.2015
Auktion: 26.02.2015 bis 28.02.2015
Einlieferung: bis zum 12.12.2014

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