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Vorbericht

Vorbericht MEHLIS Plauen Auktion Nr. 60

25.11. 2010 Sonderauktion „Schätze aus Nah und Fern“

Im November findet die 60. Auktion bei MEHLIS statt – ein Jubiläum, an dem vor allem Sammler und Kunstliebhaber Grund zur Freude haben sollen. Das ca. 4000 Positionen umfassende Angebot enthält zahlreiche bedeutende und seltene Exponate, die auf drei aufeinanderfolgenden Auktionstagen versteigert werden: los geht es am Donnerstag, den 25.11.2010 mit der Sonderauktion „Schätze aus Nah und Fern“. Darin kommen ca. 350 Positionen aus den folgenden Rubriken zum Aufruf:

Russisches Silber & Ikonen

Neben diversen silbernen Wodkabechern, Zigarettenetuis und emaillierten Teelöffeln kommt ein großes Fotoalbum von der Zarenkrönung Nikolaus II. in Moskau 1896 (Los 46) mit einem Limit von 1.800 € unter den Hammer. Einen beachtlichen Schwerpunkt in dieser Rubrik stellen die ca. 40 Ikonen dar, die von außergewöhnlicher Qualität sind: die Darstellung der Gottesmutter aus dem 19. Jh, Eitempera auf Goldgrund (Los 55) startet bei 1.800 €, eine Ikone des Heiligen Igors wurde aus vergoldetem Silber gefertigt und besitzt ein fein gearbeitetes emailliertes Oklad (Los 64, Limit 2.400 €).

Teppiche, Asiatika & Afrikana, Altes Zinn

Höchste Knüpfkunst veranschaulicht der große chinesische Teppich Los 121, der ebenfalls Donnerstagabend mit einem Limit von 4.800 € zum Aufruf gelangt. Den Teppichen folgen Asiatika, Afrikana und altes Zinn. Hier ist vor allem der Altar-Bergmannsleuchter (Los 191) aus Annaberg hervorzuheben, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hergestellt wurde und von musealer Bedeutung ist. Der seltene Leuchter ist bisher nur in dreifacher Ausführung bekannt (Limit 1.600 €).

Sammlung Johann von Schwarz Keramik

Die Entwürfe Carl Sigmund Lubers, künstlerischer Leiter der Nürnberger Majolika Manufaktur Johann von Schwarz, sind seit vielen Jahren bei Sammlern von Kunstkeramik hoch verehrt. Wie kein anderer in dieser Zeit schuf er außergewöhnliche Dekore in der revolutionären Technik des Fadenreliefs auf Bildfliesen oder Einlegeplatten für Möbelstücke. Mit Hilfe dieser Technik flossen die leuchtenden Farbglasuren nicht ineinander und die Bemalung konnte besonders fein ausgeführt werden. Bildschöne Beweise dafür liefern die knapp 20 Exponate dieser Rubrik, wie z.B die große Bildfliese Los 238 mit der Darstellung einer blonden Frau für 240 € oder die Unikat-Platte Los 236, die vorderseitig eine schlichte Landschaftsmalerei zeigt und rückseitig ein unbehandeltes Frauenrelief nach einem Entwurf von C. S. Luber (Limit 480 €). Die sehr große Blumensäule mit passendem Cachepot (Los 243) wird mit einem Limit von 1.800 € angeboten.

Sammlung Prof. Hermann Vogel

Die ca. 70 Arbeiten des Plauener Illustrators stammen aus einer über viele Jahre zusammengetragenen sächsischen Privatsammlung. Sie zeigen größtenteils Illustrationen aus dem 1887 erschienen Märchenbuch „Musaeus Volksmärchen“, deren Limite zwischen 100 - 150 € liegen. Dazu werden seltene farbige Arbeiten des Künstlers angeboten wie eine Landknechtsszene mit mittelalterlichem Söldnerherr (Los 255) für 500 €. Vogels phantastische Motive aus der Märchen- und Fabelwelt finden sich auch auf Studienblättern, signierten Glückwunschkarten oder in Band 4 „Altes und Neues“ des Münchner Verlages Braun & Schneider um 1910 (Los 318).

Sammlung Adolf Frey-Moock

Adolf Frey-Moock (1881-1950) studierte unter Karl Raupp Malerei an der Münchner Akademie und gilt als wichtiger Vertreter des Symbolismus. Dem Müncher Maler Franz von Stuck nachfolgend, prägen mythologische wie allegorische Landschafts- und Figurendarstellungen sein künstlerisches Werk. Zum Schluss der Sonderauktion “Schätze aus Nah und Fern” werden ca. 25 Ölgemälde im Mittel- bis Großformat zur Versteigerung angeboten, die privat zusammengetragen wurden. Zum Aufruf kommen u.a. der ca. 1940 entstandene “Abschied der Proserpina” für 850 € oder das zeitgleich gefertigte Ölbild “Arkadisches Leben” für 800 € (Los 321 und 325).

26.11.2010 Sonderauktion „Ohne Limit“

Auf die Sonderauktion folgt am Freitag, den 26.11.2010, eine neue Ausgabe der sehr beliebten “Ohne Limit”-Auktionen. Bei einem Startwert von 20,- € werden ca. 1500 Objekte unter den Hammer kommen. Außergewöhnliche Artikel, wie z.B. das Jugendstil- Besteck des dänischen Designers Arne Jacobsen, lassen sich hier genauso aufspüren wie alt bewährte Sammlerware aus den Rubriken Varia, Militaria, Bücher, Porzellan, Keramik, Spielzeug, usw.

27.11.2010 Auktion Jugendstil, Kunst & Antiquitäten

Höhepunkt bei MEHLIS wird die Hauptauktion Nummer 60 am Samstag, den 27.11.2010, mit über 1.600 Objekten sein. Liebhaber regionalen Kunsthandwerks haben passend zur bevorstehenden Weihnachtszeit die Auswahl zwischen verschiedenen Konvoluten Erzgebirger Figuren, zwei sehr großen Holz-Pyramiden (eine davon hergestellt von der Fabrik Schröer) und einem kleinen Weihnachtsberg von Grulich (Limit 480 €). Außerdem werden farbig bemalte Lineolsoldaten aus dem 1. Weltkrieg für 200 € Limit offeriert, die eine Höhe von 15 cm haben. Aus der Zeit des Jugendstils und Art Déco bietet MEHLIS verschiedene Exponate namhafter Künstler an, wie z. B. von Richard Riemerschmid ein Kaffeeservice Meissen mit blauem Floraldekor und eine sehr dekorative Steinzeug-Kanne der Manufaktur Merkelbach. Eine leuchtend grün glasierte Ofenschale nach einem Entwurf Henry van de Veldes um 1904 wird für 900,- € versteigert. Aus der Hand Albin Müllers stammt der sehr seltene, schwere Eisenguss-Leuchter (Limit 8.000 €) der Gießereihütte Ilsenburg, der sich in unrestauriertem Originalzustand befindet. Dazu wird die passende Tischuhr angeboten. Peter-Behrens-Sammler finden unter den Losen ein Tischtuch, 5 Champagnergläser aus Oberzwieselau (Limit 400 €) oder 8 Silberlöffel (Limit 80 €). Wertvolle Skulpturen sollen auch dieses Mal bei MEHLIS nicht fehlen: die ca. 110 cm große Bronzeskulptur “Der Bogenschütze” von V.H. Seifert startet mit einem Limit von 8.500 €, der “Liegende Ochse” von René Sintenis bei 2.800 € und eine Sammlung moderner Skulpturen deutscher Künstler der 60er und 70er Jahre lockt mit einem moderaten Limit (200 €) Interessenten moderner Kunst. In der Kategorie Möbel kommt eine bedeutende Jugendstil-Sitzgruppe des französischen Künstlers George de Feurre zum Aufruf: um 1898 aus Ahornholz gefertigt, besteht die Gruppe aus einem Tisch, einer Sitzbank, zwei Armlehnstühlen und vier Stühlen, die alle noch im Besitz der originalen Bezüge aus Samt und Seide sind. Ein entsprechendes Modell ist derzeit im Bestand des hessischen Landesmuseums Darmstadt. Das Limit von 6.800 € wurde entsprechend des sehr guten, originalen Zustand festgelegt.

Spannung garantiert zum Abschluss der drei Auktionstage die Rubrik “Gemälde”, in der hochkarätige Werke moderner Maler zum Aufruf kommen werden: das Aquarell „Vase mit Rohrkolben“ (Limit: 2.000 €) sowie die stimmungsvolle Stadtansicht bei Sonnenuntergang (Limit 2.400 €) des in Chemnitz geborenen Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff oder das Jugendstil-Gemälde “Japanerin mit Fächer” von Emil Orlik aus dem Jahr 1907 für 18.000 €. Sammler der Klassischen Moderne haben die Qual der Wahl. Zur Vorbesichtung wird vom 19.-25. November ganz herzlich nach Plauen eingeladen.

Auktionshaus Mehlis, im Oktober 2010, Änderungen vorbehalten.

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